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Tauben

Zuständiges Departement: Umwelt- und Sicherheitsdepartement
Zuständiges Amt: Umwelt / Energie
Verantwortlich: Blum, Sascha

Tauben am Brot picken


Lieber eine Taube auf dem Dach als zwei in der Hand: Bitte nicht füttern!

Friedenstaube, Turteltaube oder Briefträgerin – Tauben haben nicht nur ihre Tradition in Gesellschaft, Militär und Religion, sie haben auch ihren Weg in unsere Städte gefunden. Kriens ist keine Ausnahme: Im Bellpark können sie bei ihren Runden über die Bäume beobachtet werden. Diese begrüssenswerte Begegnung von Mensch und Wildtier ist nicht nur Anlass zur Freude. Durch das übermässige Nahrungsangebot in Siedlungsräumen vermehren sich Tauben unkontrolliert und können zur Plage werden. Das Ziel ist eine kleine, gesunde Taubenpopulation. Dies ist nur möglich, wenn Tauben ihre Nahrung selber suchen müssen.

Die Familie der Tauben umfasst mehr als 300 Arten. Die heutigen sogenannten Stadttauben oder Strassentauben sind ehemalige Feldtauben oder freigelassene Haustauben und deren Nachkommen. Die Tauben haben sich den städtischen Gegebenheiten angepasst und nisten auf Simsen und in Löchern in Gebäuden.

Ein nicht nur harmonisches Zusammenleben
Stadttauben haben eine Lebenserwartung von ungefähr zwei Jahren, während Felstauben bis zu 15 Jahre alt werden können. Das Leben in der Stadt und viele Mittel der Taubenabwehr werden ihnen gefährlich.
Aber auch für die Menschen können die Tiere zur Plage werden: Eine einzige Taube kann bis zu 12 kg Kot pro Jahr produzieren. Dieser Kot an Bauten und auf Parkbanken kann erheblichen Aufwand bedeuten und Krankheitserreger übertragen.
Die Probleme treten vor allem auf, wenn die Taubenpopulation zu gross für den zur Verfügung stehenden Nistplatz ist. Wie kommt es dazu?

Die Fütterung von Tauben führt zu Überpopulationen
Die Krümel der Menschen, die im Bellpark picknicken, sind leichte Beute. Noch einfacher ist es für die Tauben, wenn sie extra gefüttert werden. Was aus Liebe, Mitleid oder zur Verwertung von altem Brot gemacht wird, ist für die Tauben keine Hilfe.
Tauben werden durch Brotreste einseitig ernährt und deswegen anfälliger für Krankheiten. Sie brauchen die Nährstoffe, welche sie sonst in Form von Samen, Beeren oder kleinen wirbel-losen Tieren finden. Zusätzlich überleben dank der einfach zugänglichen Nahrung die kranken und alten Tauben, die in freier Natur nicht bestehen könnten. Die Fütterung lässt den Tauben zuviel Zeit zum Brüten und sie haben deswegen mehr Nachwuchs.
All dies hat zur Folge, dass die Tauben sich unkontrolliert vermehren. Der Platz in den Nestern wird knapp, die Tiere sind grossem Stress ausgesetzt und den Menschen werden die Tauben im Bellpark auch zuviel.

Was tun gegen zu viele Tauben?
Abschiessen war früher eine oft gewählte, nicht sehr tierfreundliche Lösung. Es hat sich gezeigt, dass eine Population, die so dezimiert wird, ihren Bestand sehr schnell wieder aufstockt. Die Nestlinge sind bei vielen Arten bereits nach zwei Wochen flügge und bis zu sechs vollständige Bruten können pro Jahr vorkommen.
Wichtigste Massnahme ist deshalb die Mithilfe der Bevölkerung. Wenn das Nahrungsangebot nicht mehr im Übermass vorhanden ist, müssen die Tauben wieder mehr Zeit auf Nahrungssuche verbringen. Sie haben weniger Musse zum Brüten, mehr Platz zum Nisten und sind gesünder.

Weitere Informationen

Wer also den Tauben etwas Gutes tun will, lässt sie ihr Futter selber suchen und isst das trockene Brot selber - zum Beispiel in Form eines Brot-Moussaka oder als Himbeer-Feuilletés mit Vanillecreme. Die Rezepte finden Sie hier:

Dokumente Rezepte zur Brotverwertung.pdf (pdf, 55.4 kB)

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