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Amlehn-Garten: Marta Wenger-Stiftung schafft neuen Ort für Ruhe und Begegnung

Kriens hat einen neuen Ort für Ruhe und Begegnung. Mit dem «Amlehngarten» wurde eine neue «grüne Lunge» im Krienser Unterdorf eröffnet. Das Projekt wurde durch die Martha-Wenger-Stiftung realisiert.

Er wurde bisher kaum beachtet, der Waldgarten im Krienser Unterdorf. Zwischen der Luzerner- und der Amlehnstrasse befand sich auf der Höhe der Bushaltestelle Alpenstrasse eine grosse Grünfläche. Die eine Hälfte bestand aus der ehemaligen Gartenanlage des früher dort stehenden Wohnhauses «Chalet Friedau» mit den symmetrisch angeordneten Buchs-Hecken. Die andere Hälfte war eine landwirtschaftlich genutzte Wiese im Besitz der Gemeinde Kriens. Der Fuss- und Radweg als Verbindung zwischen Luzerner- und Amlehnstrasse trennte die beiden Hälften.

Die Idee, aus beiden Teilen ein zusammenhängendes Ganzes zu machen, besteht seit mehreren Jahren und geht zurück auf die Gründung der Martha-Wenger-Stiftung im Jahr 1987. Die damalige Grundeigentümerin verfügte nämlich unter anderem, dass der Waldgarten um ihr ehemaliges Haus aufzuforsten und für Lehrzwecke zu erhalten sei.

Vorbild: Der «neue» Bellpark
Der Stiftungsrat der Martha Wenger-Stiftung hat deshalb ein Projekt ausarbeiten lassen. Nach dem Vorbild des «neuen» Bellparks sollte auch der Amlehngarten geöffnet werden. Während die Stiftung im Sinne ihres Zweckes die Projektierung und Erstellung finanzierte, beteiligte sich die Gemeinde Kriens am Projekt, indem sie ihre Parzelle (also rund die Hälfte des geplanten Gesamtgartens) der Stiftung für die Parkerweiterung zur Verfügung stellt. Diese Übereinkunft legte dann auch den Grundstein für die Realisierung.

Natur und Kultur vereint
In den vergangenen Monaten nun wurde der Amlehngarten gebaut. Er ist angelegt als Nutzgarten in Form eines Obsthaines. Mit Trockenmauern wurde ein leicht ins heutige Gelände abgesenkter Raum geschaffen. Sitzbänke entlang der Mauern laden zum Verweilen ein, während Pflanzornamente, sechs Edelkastanien in der Mitte und 42 Zwetschgenbäume verschiedener (in ihrer Existenz bedrohten) Sorten den Platz gestalten. Damit wird nicht nur Natur und Kultur vereint, sondern auch dem Willen der Stifterin nach einem pädagogischen Zweck der Anlage Rechnung getragen.

Öffentlicher Park
Nach dem Abschluss der Bauarbeiten beginnen jetzt die Pflanzen den Park zu begrünen. Bis zur vollen Wirkung steht zwar der Natur noch einiges an Arbeit bevor - die zahlreichen Passanten aber haben die neue «Oase» im Krienser Unterdorf bereits in den vergangenen Tagen in Beschlag genommen – mit durchwegs positiven Reaktionen.
Der Stiftungsrat der Martha Wenger Stiftung, der Gemeinderat Kriens, Planer und Unternehmen sowie weitere Persönlichkeiten haben den Park nun offiziell eingeweiht und für die Öffentlichkeit freigegeben. Während die Martha Wenger Stiftung rund Fr. 200'000.- in die Baukosten investiert hat und den ordentlichen Unterhalt übernimmt, wird die Gemeinde Kriens für Sicherheit und Sauberkeit (insbesondere die Beseitigung von liegengelassenem Abfall) besorgt sein. Bei der Eröffnung gaben alle Beteiligten ihrer Hoffnung Ausdruck, der Park möge nicht zum Ziel von Vandalen werden. Entsprechende Kontrollrundgänge des Sicherheitsdienstes sind organisiert.
Martha Wenger Park
Die Vertretung des Stiftungsrates freute sich bei der Parkeröffnung: Von links Esther Werder, Stiftungsratspräsident Franz Dörig und Vizepräsident Bruno Peter
DokumenteMedienmitteilung in Word (doc, 24.5 kB)
Medienbild zum Download (JPG, 8992.8 kB)


Datum der Neuigkeit 5. Mai 2010
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