Einwohnerrat setzt Impulse mit Umzonungen im IndustriegebietIm Krienser Gewerbegebiet Eichhof/Nidfeld tut sich Einiges. Dieser Dynamik hat der Krienser Einwohnerrat Rechnung getragen. Er hat in zweiter Lesung einer Revision der Ortsplanung für sechs Teilgebiete zugestimmt. Dabei handelt es sich im Gebiete, deren Grundeigentümer bereits heute konkrete Nutzungsideen haben. Vorgezogen wurde die Revision, damit diese Grundeigentümer nicht bis zum Abschluss der eben erst begonnenen Gesamtrevision warten müssen. Im vergangenen Herbst hat der Krienser Gemeinderat eine Gesamtrevision seiner Zonenplanung in Angriff genommen. Auf eine Klausur des Gemeinrates folgte eine Input-Veranstaltung mit interessierten Kreisen. Weil diese Gesamtschau aber einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird, hatte sich der Gemeinderat bereits vor einiger Zeit dazu entschlossen, Änderungen in der Zonenplanung für bestimmte Teilbereiche vorzuziehen. Dabei handelt es sich um fünf Teilgebiete im Krienser Arbeitsplatzgebiet Eichhof / Nidfeld / Schlund (gehört zu den wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkten des Kantons Luzern) sowie um das Gebiet Eichenspes.Zweite Lesung im Parlament Für insgesamt sieben Teilprojekte wurde die Teilrevision der Ortsplanung im Sommer 2009 ein erstes Mal im Einwohnerrat beraten. Nach der öffentlichen Auflage waren diese Projekte jetzt ein zweites Mal im Parlament. In allen Fällen ging es darum, mit den entsprechenden rechtlichen Grundlagen klare Verhältnisse zu schaffen für die weitere Planungsarbeit an Projekten oder Nutzungsideen. Bei seiner Beurteilung liess sich das Krienser Parlament leiten durch verkehrspolitische, raumplanerische und landschaftsschützerische Argumente. Ein wichtiger Faktor aber war immer auch die aktuelle Wirtschaftslage, in der Bauprojekte wichtige Impulse setzen könnten. Impulse für das lokale Baugewerbe genauso wie auch für die Steuereinnahmen der Gemeinde durch neuzuziehende Firmen. In der zweiten Lesung hat der Krienser Einwohnerrat jetzt alle vorgeschlagenen Revisionsprojekte der Ortsplanung gutgeheissen. Die seit der ersten Behandlung nicht bereinigten Einsprachen wurden allesamt abgewiesen, womit das Parlament sein Signal für eine unbürokratische, trotzdem aber verantwortungsvolle Entwicklung des Gewerbegebietes bekräftigte. Folgende Umzonungen hat der Einwohnerrat gutgeheissen: Nidfeld (Areal alter Pilatusmarkt): Hier plant der neue Grundeigentümer die Realisierung eines Projektes. Der Rückzonung in die Arbeitszone der Empfindlichkeitsstufe III wurde zugestimmt. Mit der Rückzonung wird erreicht, dass auch zu einem späteren Zeitpunkt keine Projekte mit stark störenden Betrieben angesiedelt werden können. Gleichzeitig wurde für das Gebiet eine Bebauungsplanpflicht erlassen. Sie soll sicherstellen, dass die im Agglomerationsprogramm vorgesehene Realisierung der Autobahn-Erweiterung «Bypass» nicht verbaut wird. Mattenhof/Sternmatt und Kreisel Schlund: Der Platz beim Bahnhof Mattenhof soll dem kantonalen Hochhauskonzept folgend mit einem Hochhaus bebaut werden können. Das bisher beim Kreisel Mattenhof mögliche Hochhaus würde damit entfallen. Mit dieser Umzonung könnte der «Bahnhofplatz» bei der S-Bahn-Station Mattenhof städtebaulich aufgewertet werden. Im Moment wird hier die Realisierung einer Überbauung geprüft, deren Projekt aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen ist. Die heute bestehende Projektidee soll der Region rund um die heutige S-Bahn-Haltestelle Mattenhof einen urbanen Charakter geben und ein eigentliches Tor zum Wohn- und Arbeitsplatzgebiet Nidfeld schaffen. Schweighof: Für das ehemalige Areal der Gärtnerei Schwitter liegt das Resultat eines städtebaulichen Wettbewerbs vor. Der Gestaltungsplan lässt die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze oder die Ansiedlung von Bildungsinstitutionen zu. Hier wurde der Rückzonung in die Empfindlichkeitsstufe III zugestimmt. Mit der Rückzonung wird auch hier erreicht, dass auch zu einem späteren Zeitpunkt keine Projekte mit stark störenden Betrieben angesiedelt werden können. Schlundstrasse: Auf dem Areal der Küchler Technik AG in Kriens (Buhölzli, Höhe neuer Pilatusmarkt, jedoch auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn) sollen die Voraussetzungen geschaffen werden für die Expansion der Unternehmung aus dem Tiefbaubereich. Eine Machbarkeitsstudie der Firma zeigt, wie in Etappen die benötigten Mehrflächen trotz sehr schwieriger Verhältnisse direkt an der Autobahn realisiert werden können. Nach langer Diskussion wurde die Umzonung wie in der 1. Lesung vorliegend genehmigt. Auf Antrag der CVP wurde gleichzeitig festgelegt, dass in einer Baubewilligung für das Areal nachgewiesen werden müsse, dass die ökologische Vernetzung sichergestellt sei. Abgelehnt wurde hingegen ein Antrag der Grünen. Die darin geforderte Sicherung des Schulweges muss aber ebenfalls im Baubewilligungsverfahren nachgewiesen werden. Eichenspes: Auf diesem Areal ist im Rahmen der Zentrumsprojekte vorgesehen, den Werkhof und die Feuerwehr in einem Neubau unterzubringen. Nach der Aufhebung der Wasserfassung an diesem Ort stand einer Umzonung in die Zone für öffentliche Zwecke nichts mehr im Weg. Umso mehr, als der Ersatz für die heutige Spielwiese in der Langmatt in unmittelbarer Nähe als Möglichkeit in Betracht gezogen wurde. Eichhof West: Die bereits 2007 in erster Lesung beratene Revision des Zonenplanes für die Liegenschaft Eichhof West wurde inklusive einer Höhenbeschränkung auf einem Teilgebiet im Norden des Grundstücks verabschiedet. Verstreicht die Einsprachefrist ungenutzt, werden alle Umzonungsprojekte dem Regierungsrat vorgelegt, der diese abschliessend beurteilen wird und dann in Kraft setzen kann. Auf der Traktandenliste bleibt eine Motion von Martin Heiz im Zusammenhang mit Hochhauszonen. Diese Frage, so fand der Rat, solle mit der gestarteten Gesamtrevision der Ortsplanung noch einmal geprüft werden. Das Kurzprotokoll der Einwohnerratssitzung
Das umgznte Gebiet Schlundmatt gab viel zu reden. Datum der Neuigkeit 17. Dez. 2009
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